Schlaf Kindchen, schlaf ...

Ich bin kaputt, ko, müde, schlafbedürftig, zerschlagen, matt, schlapp, lustlos und könnte wo ich gehe und stehe zu jeder Tageszeit in Tiefschlaf fallen.

 

Dabei zwitschern doch draußen jeden Morgen die Vögel munter vor sich hin, die ersten Blumen blinzeln der Sonne entgegen und freuen sich darüber, ihre Köpfchen mal wieder dem blauen Himmel entgegenrecken zu können.

Die Sonne strahlt, weil sie endlich in den Frühjahrsmodus wechseln kann und nicht mehr nur halbherzig auf kahle Landschaften oder auf Einheitsweiß hinabblicken muss.

 

Ich eigentlich auch.

 

Endlich ist es nicht mehr stockdunkel beim Aufstehen.

Die dicken Schals kann man in den Schrank verbannen und schon mal die kurzärmeligen T-Shirts nach vorne kramen.

Es heißt raus in den Garten, Licht und Luft tanken, Bewegung genießen.

 

Doch statt mich nun über den anstehenden Frühling zu freuen und schon mal jeden Sonnenstrahl zu genießen, will ich nur eins: Schlafen und meine Ruhe.

Es sei denn ich habe, wie gestern Abend, selbstgemachtes Kaffee-Gewürzeis gegessen.

Dann bin ich die halbe Nacht wach und am nächsten Morgen noch verpennter.

 

Ich habe keine Lust auf nix und bin nur eins: Müde.

Frühjahrsmüdigkeit nennt sich dieses Phänomen, von dem manche glauben, dass es gar nicht existiert und nur eingebildet ist.

Ich zumindest leide darunter – ob eingebildet oder nicht spielt dabei keine Rolle.

 

Ab heute werde ich diesem Kater nach dem Winterschlaf mit möglichst viel Bewegung an frischer Luft begegnen.

Ich werde meine Sonnenspeicher auftanken und darauf hoffen, dass das Hormon Melatonin vom aufhellenden Serotonin verscheucht wird.

Viel frisches Gemüse und Obst, soweit das bei mir Allergikerin möglich ist, werden mich bei der Hexenjagd auf den Blues unterstützen und ihm hoffentlich den Garaus machen.

 

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