Der Schlussstrich

Mit professioneller Hilfe schlage ich ein neues Kapitel im Abnehmdrama auf.

Seit letzter Woche bin ich nicht mehr alleine.

 

Ich habe mir erlaubt, um Hilfe zu bitten, weil ich bemerkt habe, dass ich mich alleine ganz offensichtlich im Abnehmdschungel verlaufen habe.

 

Abgesehen davon, dass alleine die Tatsache nicht mehr alleine zu sein, mich so sehr erleichtert, dass ich schon alleine deshalb anders esse, hat sich innerhalb einer Woche eines ganz besonders verändert:

 

Im Moment besteht meine Aufgabe darin ein Ernährungstagebuch zu führen.

Alles, aber auch wirklich alles, was seinen Weg in meinen Mund findet, wird dokumentiert.

Ich soll meine Ernährung nicht verändern und genau das essen, was ich bisher auch gegessen habe.

Aber auch die Art und Weise wie und wann ich esse, soll so bleiben wie gehabt.

 

Bisher habe ich alles, was ich aß auf www.fddb.info festgehalten.

Eine tolle Seite zum Errechnen der täglich verbrauchten Kalorienzahl, Eiweiß-, Fett- und Kohlehydratmenge. Dort kann man außerdem sein Gewicht in einer Kurve festhalten und so seinen Erfolg oder Misserfolg dokumentieren.

 

Jetzt schreibe ich es auf. Per Hand. Auf ein Din A4 Papier.

Damit wird es für mich realer als es „nur“ auf meinem Laptop zu sehen.

Meine Handschrift macht es persönlicher.

Das bin wirklich ich. Das habe wirklich ich gegessen.

 

Gleich zu Beginn habe ich mir angewöhnt einen Strich unter jede Mahlzeit zu ziehen, um die einzelnen Essen von einander zu trennen.

Frühstück

________________

Mittagessen

________________

Abendessen

_________________

 

Und plötzlich habe ich keinen Hunger mehr zwischen den Mahlzeiten.

Abends nach dem Abendessen ist Schluss. Strich.

Da passt nix mehr hin. Ende. Punkt.

 

Wenn ich per Hand diesen Strich ziehe, ist jede Mahlzeit beendet.

Dieses Signal geht gleich von der Hand, die den Stift hält, ins Gehirn.

 

Meinem Kopf wird so ganz offensichtlich klar: Hier ist Ende bis zur nächsten Mahlzeit.

Mehr gibt es jetzt nicht.

Auch nicht im Vorbeigehen am Topf oder am Herd. Stopp.

 

Ihr findet das psycho? Kann sein.

Aber mir hilft es und vielleicht hilft ein solches Signal, in solches Bild, ein Ritual, ein Ernährungstagebuch mit einem dicken fetten Strich unter jeder Mahlzeit ja auch dem ein oder anderen weiter, der genauso psycho ist, wie ich.

 

Habt einen schönen Sonntag!

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Kommentare: 3
  • #1

    Idgie (Sonntag, 23 Oktober 2016 10:00)

    Fddb benutze ich auch. Nur sind die angezeigten Nährstoffanteile lediglich ein Richtwert, meine ich. Die Prozentangaben stimmen nicht mit dem Gewichtsanteil überein. Keine Ahnung, wie die die Prozente berechnen. Trotzdem eine tolle App. Das mit dem Schlussstrich ist eine tolle Idee. Wenn ich mal wieder gleichgültiger werde, werde ich das auch ausprobieren, um in meinem Rahmen zu bleiben. Viele Grüße, Idgie

  • #2

    Idgie (Sonntag, 23 Oktober 2016 10:03)

    Sorry, beinahe vergessen: Alles Gute zum Geburtstag!

  • #3

    Klaudia (Sonntag, 23 Oktober 2016 18:08)

    Hi Idgie,

    ja, ich glaube auch dass das nur Näherungswerte sind. Finde sie aber genauso wie Du ganz hilfreich.

    Mir hilft der Strich sehr... ist schon komisch, was einem manchmal weiter hilft. :-))

    Danke für die Geburtstagswünsche und noch einen schönen Sonntag!