Schokolade


Da liegt sie nun diese herrliche Tafel Schokolade und lockt mit ihren Reizen,

die noch durch das Papier verhüllt sind. 

Da liegt sie nun diese herrliche Tafel Schokolade und lockt mit ihren Reizen, die noch durch das Papier verhüllt sind. Doch wie jeder, weiß auch ich: Sie sind da – diese Reize.

Dunkler, zart schmelzender Rahm.

Köstlich, sexy, voller Genuss zergeht er auf der Zunge und verspricht ein ganzes Universum an Erfüllung.

 

Diese Schokolade liegt seit mehr als einer Woche auf der Anrichte meiner Küche und geizt nicht mit ihren Reizen. Früher hätte ich dieser süßen Verführung nicht einen einzigen Tag widerstehen können. Spätestens abends wäre es mit meiner Selbstbeherrschung vorbei gewesen und ich hätte die ganze Tafel in einem Rutsch vernichtet.

 

Ich hätte niemals geglaubt, irgendwann einmal zu den Menschen gehören zu können, die einer Schokolade mehr als einen Tag widerstehen könnten. Oder Eis… oder …

Aber das Unglaubliche passiert tatsächlich: Die Schokolade interessiert mich nicht. Null. Pas du tout.

 

Was ist passiert?

 

Wie schon im vorletzten Artikel beschrieben, erlerne ich gerade wieder die Sprache meines Körpers.

Die Bedeutung solcher Vokabeln wie „SATT“ oder „HUNGER“ muss ich wieder lernen.

Ich hatte sie vergessen.

Aber jetzt lerne ich gerade wieder zu verstehen, dass Körper und Seele zwei unterschiedliche Sprachen sprechen und völlig unterschiedliche Bedürfnisse haben.

 

Ich habe aber schon so viel kapiert: Weder mein Körper noch meine Seele wollen mit Schokolade, Eis Nudeln oder irgendeinem Essen zu geschüttet werden.

Ich habe die beiden ziemlich lange und ziemlich gründlich missverstanden.

 

Meine Seele will überhaupt gar nicht essen und mein Körper möchte gerne selbst entscheiden, was er als Treibstoff verwendet, um durch den Tag zu kommen.

Dazu zählen im Moment vor allem Gemüse und Obst.

 

Meine Seele ist so glücklich, dass ich mein Leben endlich wieder selbst in die Hand nehme und es genau unter die Lupe nehme, dass Schokolade keine Rolle mehr spielt.

 

Ich frage mich was läuft gut und darf bleiben?

Was läuft schief oder gar völlig aus dem Ruder und bedarf dringend der Änderung? Schritt für Schritt – nicht alles auf einmal- in ein neues, sattes Leben. Darauf freue ich mich.

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Kommentare: 2
  • #1

    Cabernet (Sonntag, 21 August 2016 23:03)

    Mein Körper will ab und zu mal Schokolade. Dann bekommt er einen Riegel von der Lindt mit 85% und ist wieder zufrieden.
    Früher hätte, nein: habe ich eine Tafel Nougatschokolade locker weggeatmet, ohne mich hinterher überfressen zu fühlen. Heute kann die Schokolade auch längere Zeit geöffnet in der Küche oder auf dem Tisch neben dem Fernsehsessel liegen, ohne dass ich anfange zu sabbern.
    Ist doch schön, sowas ;)

  • #2

    Klaudia/Pfunderbar (Montag, 22 August 2016 06:24)

    Hi Cabernet,

    vielen Dank für Deinen Kommentar!

    "weggeatmet" = toller+ passender Ausdruck! :-))

    Ja, ich finde es auch schön, wenn man weiß, wann es genug ist.
    Bisher wusste ich das nicht und wie ich lese, ging es Dir ähnlich.

    Ich mag im Moment überhaupt nichts Süßes.
    Sollte der Hunger auf Schokolade aber wiederkommen, esse ich sie auch wieder.
    Aber dann wird es keine ganze Tafel auf einmal mehr sein. Da bin ich mir sicher.

    Dir weiterhin viel Erfolg!

    Klaudia