45% Fett !!!

45% Fett !!!

Nun habe ich es schwarz auf weiß: Ich bestehe zu 45% aus Fett – so wie der leckere Ziegenkäse, den ich so gerne esse.

 

Es ist amtlich: Ich bin dick.

 

Ok…

Ok…

Ok…

 

Bei mir finde ich das weniger lecker. Eher erschreckend.

Dabei sollten maximal 23 – 35 % meines Körpers aus Fett bestehen.

Wenn dann auch noch so viel Wasser dazu kommt, wie bei mir, fragt frau sich, wieso man überhaupt noch in der Lage ist aufrecht durch die Gegend zu laufen.

Eigentlich müsste ich mich fließend, osmotisch quasi, durch den Tag bewegen.

 

Jetzt wird mir verrückterweise zum ersten Mal wirklich, richtig, ganz und gar, zu 100% bewusst:

 

Ich bin dick.

 

Bisher realisierte ich das ja immer nur, wenn ich mich irgendwo im Spiegel oder im Schaufenster sah. Der Schaufenster-Super-Gau bleibt mir wahrscheinlich in nächster Zukunft erspart, weil ich es endlich kapiert habe.

Ich musste es in fetten Lettern bzw. Zahlen auf weißem Papier haben: Frau, du bist fett!

 

Und das auch noch so richtig.

 

Das klingt bestimmt verrückt, aber es ist so.

Manche Menschen nehmen sich als ewiglich dick wahr, obwohl sie schlank sind. Ich war die ewig Schlanke – zumindest in meiner Wahrnehmung.

Jetzt bin ich fett… und das gefällt mir gar nicht.

 

Ja, natürlich wusste ich auch schon zu Beginn meines Abnehmprojektes, dass ich zu schwer bin. Aber so tatsächlich gefühlt habe ich es nicht. Selbst dann nicht, wenn meine Knie schmerzten etcpp. und ich mich kaum noch die Treppe hochschleppen konnte.

 

Also: Packen wir´s an.

Schaffen wir das Fett und das Wasser weg und Muskeln ran.

 

Bisher klappte das Anpacken und Wegschaffen ja eher mäßig.

Irgendwie hing ich fest und die Waage zeigte immer die gleiche Zahl an.

Nun habe ich in meinem Kurs gelernt, dass ich mindestens drei Mal am Tag etwas essen und in diese drei Mahlzeiten 5 Portionen Gemüse/Obst hineinpacken sollte.

Zu einer Mahlzeit gehört alles, was ich innerhalb von zwei Stunden esse.

Alles, was ich nach diesem Zeitraum esse, gehört schon zur nächsten Mahlzeit.

Nach drei Mahlzeiten ist Schluss.

Damit die Fettverbrennung zwischen den Mahlzeiten einsetzen kann, wird es keine Zwischenmahlzeiten mehr geben, weil die den Körper wieder aus der Fettverbrennungsphase rausholen… sagt man mir im Kurs.

 

Das wusste ich nicht.

 

Aber da es für mich recht logisch klingt, werde ich mich dran halten.

 

Wenn ich dann auch endlich etwas mehr Sport machen kann und beginne wieder Muskeln aufzubauen, hoffe ich, bald aus deutlich weniger Fett als mein Lieblingskäse zu bestehen.

 

Wie seht Ihr Euch? Seid Ihr dick oder schlank?

 

Klaudia

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Kommentare: 4
  • #1

    Klaus-Peter Baumgardt (Samstag, 23 April 2016 08:32)

    Ich denke auch, dass die Erkenntnis "Ich bin fett" häufig verdrängt wird - nicht mal "gerne verdrängt" wird, weil das Ausblenden der Wahrheit mit all den folgenden Lügen und Notlügen zwar akute Schmerzen "lindern" mag, aber auch keinen Weg für Veränderungen öffnet.
    Was den Kurs betrifft, wären weitere Infos vielleicht interessant, wie überhaupt mehr zum "Abnehmen in Gruppen".

    LG
    Klaus-Peter

  • #2

    Klaudia (Samstag, 23 April 2016 22:00)

    Hallo Klaus-Peter,
    ich kann Dir nur zustimmen!
    Mehr Info zum Kurs werde ich gerne in einem der nächsten Blogartikel geben.
    LG
    Klaudia

  • #3

    Madame Graphisme (Montag, 25 April 2016 08:06)

    Ich würde Körperfettwaagen aber nicht so ganz ungefiltert über den Weg trauen. Meine attestiert mir gern auch mal 50% Fett, um am nächsten Tag dann bei 40% zu liegen. :)
    Aber wenn der Wert bei einem Arztbesuch entstand, ist es natürlich etwas anderes.
    Für mich ist der Körperfettwert noch ziemlich uninteressant. Ich will erst von meinem hohen Gewicht runter, dann kümmere ich mich ums Ausdefinieren.

  • #4

    Klaudia (Montag, 25 April 2016 09:00)

    Hallo Madame Graphisme,

    der Wert wurde beim Doc gemessen... ist also leider nur zu wahr!

    Ich finde den Wert schon alleine deshalb interessant, weil er mir schwarz auf weiß sagt:
    „Jetzt mach mal hinne!“ 
    Bei mir sitzt das meiste Fett nämlich am Bauch und das ist ja besonders ungesund, weil es im Gegensatz zum Fett an anderen Körperstellen Stoffe produziert, die - zum Beispiel - den Appetit und die Entstehung der typischen Zivilisationskrankheiten fördern.

    Gemessen wurde der Körperfettanteil, weil man in dem Kurs, den ich besuche, von vorneherein darauf achten will, dass statt Fett keine Muskeln abgebaut werden.

    Da ich aber NOCH wenig Sport machen kann, dauert das mit dem Muskelaufbau wohl erstmal noch was und ich bin froh, wenn ich einfach nur leichter werde.

    Viel Erfolg beim Verlieren von Gewicht!