Das Müllschluckersyndrom

Das Müllschluckersyndrom

Kennt Ihr das: Das Mittagessen ist vorüber, der Tisch ist abgeräumt und die Teller in der Spülmaschine verschwunden. Die Töpfe müssten jetzt eigentlich gespült werden. Aber in dem einen sind noch zwei Löffel Erbsen und in der Pfanne noch ein kleines Stück Fleisch übriggeblieben.

Muttern denkt sich nichts, wenn sie sich die Reste in den Mund schiebt und so zum Müllschlucker der Familie wird, damit sie anschließend Topf und Pfanne spülen kann.

Ein Automatismus.

Geschehen hundertfach… … mit dem letzten Stückchen Schokolade, der letzten Kartoffel, dem Rest Salat. 

Seit mir dieses Verhalten bewusst geworden ist, passe ich höllisch auf, dass ich nicht in diese dumme Gewohnheit zurückverfalle und mir Reste wahllos in den Mund schiebe.

Da darf man sich samstags nicht wundern, wenn die Waage stehen bleibt und die Anzeige sich weigert weniger anzuzeigen.

 

Gerade jetzt im Frühling, wenn das Leben wieder erwacht und es überall sprießt und zu blühen beginnt, scheint mir die Zeit reif, auch selbst wieder wacher mir persönlich gegenüber zu werden, achtsamer zu leben.

 

Ich habe in der letzten Zeit mein Tun beobachtet und war sehr erstaunt darüber, wie oft ich Dinge ganz automatisch mache, ohne darüber nachzudenken.

Mit vielen dieser Handlungen mache ich mir das Leben nur unnötig selbst schwer.

Das Müllschlucken ist eines dieser Dinge.

 

Inzwischen habe ich viel über mich gelernt.

Habe festgestellt, wo ich immer dieselben Fehler begehe und hoffe darauf, dass dies ein erster Schritt zur Veränderung in die richtige Richtung ist.

 

Ich habe bestimmt noch nicht alle Automatismen entdeckt.

Bestimmt verstecken sich hier und da noch ein paar erfolgreich vor mir.

Es gibt mit Sicherheit auch welche, die mir gut tun und die gerne so bleiben dürfen.

 

Das Müllschluckersyndrom habe ich fast schon ausgemerzt.

Nur selten passiert es mir noch, dass ich Teller oder Töpfe leer essen.

Meistens fällt es mir auf und dann haue ich mir selbst auf die Finger, schimpfe mit mir.

 

Achtsamer zu leben, hilft aber nicht nur beim Abnehmen.

Es macht die Welt auch bunter.

Versucht es mal!

Schaut mal richtig und bewusst hin.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes und sehr buntes Osterfest!

 

Eure Klaudia

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Kommentare: 4
  • #1

    SOMMER (Freitag, 25 März 2016 22:52)

    Liebe Klaudia,
    traumhaft bunte Ostern wünsche ich Dir... und es ist schön, Deine positiven Veränderungen hier so erlesen zu dürfen.
    SOMMER

  • #2

    Klaudia (Samstag, 26 März 2016 06:10)

    Danke, lieber Sommer!

  • #3

    Bea (Samstag, 26 März 2016 07:31)

    Hallo, liebe Klaudia
    Ich kann mich dem ersten Kommentar nur anschließen!
    Es macht immer wieder Mut für Neues und gibt einem ein Gefühl der Verbundenheit deinen Blog zu verfolgen (^_-)
    Ich freue mich schon auf den ersten Anruf von Dir bezgl.einer Runde Laufen.
    In diesem Sinne wünsche ich dir und deiner Familie ein schönes Osterfest:-)
    G. L. G. Bea

  • #4

    Klaudia (Samstag, 26 März 2016 08:58)

    Hallo Bea,

    Danke Dir! Euch auch ein schönes Fest!