Baduuuuummmm ...

Da bin ich gestern Abend ja voll und so was von auf die Nase gefallen!

Der Schweinehund, dieses verdammte Schwein, dieser dumme Hund, hat mir ein Bein gestellt und … peng … das war´s für den Abend mit meiner Diät.

Ich hasse Schweinehunde.

Immer stehen sie einem irgendwo im Weg rum.

Vor allem neue Wege versuchen sie immer und immer wieder zu blockieren.

Gestern Abend war mein Schweinehund erfolgreich.

Ich habe den neuen Weg nicht gefunden und bin falsch abgebogen.

 

Gesundes, bewusstes Essen adé! Altes Essverhalten hallo!

 

Ich wusste es … ich war mir bewusst, dass ich das Falsche machte und machte es trotzdem.

 

Zeitung lesen während des Essens.

Kein Obst, kein Gemüse.

Zuviel Wurst und Käse.

Als Nachtisch Süßes mit möglichst viel Zucker.

 

So leicht entkomme ich meinen schlechten Gewohnheiten wohl nicht.

Ich habe mir – offiziell – nicht wirklich eingebildet, dass ich es schaffen würde, neue Wege zu gehen ohne zu stolpern und Rückschläge zu erleiden.

Offiziell.

Inoffiziell, so ganz bei mir … da war ich die Super-Heroin … Ich war eine, die es direkt ohne Umwege zum Ziel schafft. Klar! ICH auf JEDEN FALL. Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Und nun? Gehen sie direkt ins Gefängnis? Gehen sie nicht über Los?

Ich gehe über LOS, kassiere Startpower und starte wieder.

Ganz von vorne starte ich nicht, denn ich bin ja schon mitten drin im Gewohnheitsdschungel und schlage mir neue Wege ins Dickicht meines alltäglichen, unbewussten und oft falschen Tuns.

 

Beim Aufstehen heute Morgen fühlte ich mich schrecklich. Schuldig.

Aber jetzt verzeihe ich mir erstmal.

Das würde ich jedem anderen auch zugestehen.

Alte Gewohnheiten abzulegen, das weiß jeder, ist verdammt schwierig.

Da kann man schon mal straucheln, bevor man sich an die Neuen soweit gewöhnt hat, dass man sie automatisch macht.

Also verzeihe ich mir, weil ich noch kein Meister bin im Richtig-Essen, in Fit-Werden oder Neue-Wege-Freischlagen.

Ich bin noch ein Lehrling auf dem Weg zum Glück.

Aber ich bin auf dem Weg. Bin runter von der Couch und weg vom täglichen Leberwurstbrot.

 

Wenn der Schweinehund sich einbildet, mich endgültig zu Fall gebracht zu haben, hat er sich mächtig getäuscht!

Ich bleib nicht liegen.

Ein Absturz ist noch lange kein komplettes Aus.

Stattdessen eine Hürde, die ich beim nächsten Mal , wenn auch vielleicht noch nicht souverän, aber doch schon mit einigem Können überwinden werde.

 

Stehe wieder, Krönchen ist gerichtet, bin wieder auf dem Weg.

Bin bereit für einen neuen gesunden und bewussten Tag.

 

Und den wünsche ich Euch jetzt auch!

 

Klaudia

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